Voraussetzungen

Der Wandel soll rasch und dynamisch vorangehen. Dazu ist eine Reihe von Voraussetzungen und Rahmenbedingungen notwendig – materiell, ideell und strukturell. Sie müssen so gestaltet werden, dass sie nicht bremsen und behindern, sondern unterstützen und beschleunigen.

Antizipation

Eine vorausschauende und zukunftsgerichtete Optik verschafft den Unternehmen einen Informationsvorsprung und ermöglicht, zukünftige Wachstumsfelder zu identifizieren. Das Potenzial von wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Trends gilt es zu nutzen und zugänglich zu machen.

Finanzierung

Die vorhandenen Mittel der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft für Forschung und Entwicklung sollen so genutzt werden, dass sie die Initiativen zur Ressourcenschonung optimal unterstützen. Zusätzlich braucht es einen innovativen Finanzsektor, der Investitionen in nachhaltige Produkte und Dienstleistungen unterstützt, sowie gezielte Projektpartnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Öffentliche Hand als Vorbild

Bund, Kantone und Gemeinden nehmen ihre Vorbildrolle wahr als Arbeitgeber, Anleger, Eigner und Beschaffer. Bei der öffentlichen Beschaffung verstärken sie die Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Produkten und Dienstleistungen. Sie stellen ihre Instrumente und Erkenntnisse zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung.

Regulierung

Parlamente, Regierungen und Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden sollen vorwiegend regulatorische Instrumente einsetzen, die die Produktivität erhöhen und die Innovation fördern. Sie sollen den Wettbewerb begünstigen und ergebnis-, statt massnahmenorientiert sein. Der Regulator muss einen intelligenten Instrumentenmix wählen und diese Instrumente graduell und konsequent einführen. Vorschriften, die die Kreislaufwirtschaft und die Innovation hemmen, sollten überprüft und wo möglich revidiert werden. Um den Weg zu win-win-Situationen zwischen Wirtschaft- und Umwelt zu ebnen, sollen die Leistungen der aktiven Unternehmen gewürdigt werden.

Information

Die wirkungsvollste Form der Information wäre die vollständige Internalisierung der externen Kosten. Solange diese nicht umgesetzt ist, muss versucht werden, diese Lücke zuerst mit der Sensibilisierung und Information von Wirtschaftsakteuren und Öffentlichkeit zu schliessen. Dabei müssen die Erkenntnisse der Verhaltenspsychologie und
-ökonomie berücksichtigt werden. Dabei werden primär bestehende Plattformen und Instrumente (z.B. Life Cycle Assessment, Datenbank Ecoinvent, Methode der ökologischen Knappheit) genutzt. Gute Beispiele sollen sichtbar und zugänglich gemacht werden. Ausbildungs- und Schulungsangebote sichern die Verbreitung des Wissens und die Anwendung in der Praxis.

Experimentierraum

Es braucht Experimentierräume, wo Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und die öffentliche Hand neue Modelle entwickeln und Lösungen ausprobieren können. Solche Räume können in Städten und Quartieren, in Branchenclustern, Forschungsnetzwerken und Innovationshubs entstehen.

Motivation und Ambition

Auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Wirtschafts- und Konsumweise braucht es ambitionierte Changemaker, die mit Ideen und Überzeugungskraft vorausgehen. Die Transformation darf und soll auch Spass machen. Emotional positiv besetzte Zielbilder sollen das Interesse wecken und mitreissen.

Letzte Änderung 31.03.2017

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