Integrate

Die Schweiz kommt schneller und wirkungsvoller zu einer ressourcenschonenden Wirtschafts- und Konsumweise, wenn Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und öffentliche Hand zusammenarbeiten. Viele Firmen haben ihre Ressourceneffizienz bereits gesteigert und suchen nun vermehrt die Zusammenarbeit mit Zulieferern, Mitbewerbern und Abnehmern, aber auch mit Behörden und Akteuren aus der Zivilgesellschaft. Dieses Potenzial gilt es noch besser zu nutzen.

© MEDIArt | Andreas Uher

Zusammenarbeiten

Eine erfolgreicher Wandel erfordert den offenen Austausch unter den Akteuren und eine ergebnisorientierte, praxisorientierte Zusammenarbeit. Um schneller und wirkungsvoller vorwärts zu kommen, braucht es nicht primär neue Gefässe für den Austausch, sondern eine geschickte Kombination und bessere Vernetzung der bestehenden Plattformen. Bei der Umsetzung haben sich wirkungsorientierte und thematisch fokussierte Projektpartnerschaften entlang der Lieferkette bewährt (Beispiele: WWF Seafood Group, Netzwerk nachhaltiges Bauen Schweiz, Roundtable on Sustainable Palmoil RSPO, SBB und Mobility, Better Gold Initiative) und könnten als Modelle für zukünftige Initiativen dienen.

Vernetzt denken und handeln

Eine ganzheitliche und systemische Betrachtungsweise ist nötig. Die gesamte Wertschöpfungskette ist zu berücksichtigen, und Folgeeffekte („Rebound“) müssen beachtet werden. Für diese breite Sicht ist der Einbezug aller betroffenen Akteure notwendig. Gute Beispiele hierfür sind die breit getragene Initiative „Proposals for a Roadmap towards a Sustainable Financial System in Switzerland“ im Finanzsektor oder dasSojanetzwerk Schweiz

Die Stärken der Schweiz nutzen

Die Schweiz eignet sich in manchen Bereichen als Vorbild für eine ressourcenschonende Konsum- und Wirtschaftsweise. Unser kleines Land kann in Branchen, in denen sie international führend ist (z.B. Maschinenindustrie, Anlagenbau, Cleantech, Uhren- und Luxusgüterindustrie, Life Sciences, Banken und Versicherungen) Impulse mit weltweiter Ausstrahlung geben. Sie hat eine bedeutende Rolle beim Setzen von Standards und der frühen und transparenten Übernahme von internationalen Standards (z.B. Cement Sustainability Initiative, Roundtable on Responsible Soy, Better Gold Initiative etc). Als Anbieterin von ressourcenschonenden Produkten, Technologien und konzeptionellen Lösungen kann sie auch im Ausland einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und gleichzeitig neue Märkte erschliessen (z.B. Kehrichtverbrennungstechnologie, Wasserkraft, öffentlicher Verkehr, Carsharing). Als weltweit führender Forschungsstandort liefert sie intelligente Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. In internationalen Verhandlungen setzt sie sich in der Tradition der Guten Dienste für zukunftsfähige Lösungen im Sinn der Sustainable Development Goals (SDGs) ein
Die Leistungen der Schweizer Wirtschaft und ihr Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz sollen sichtbar gemacht werden.

Letzte Änderung 25.10.2016

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