Rio+20: Hin zu einer globalen Grünen Wirtschaft

Foto: José Fernando Jr. www.flickr.com

Der UN-Gipfel Rio+20 zur Nachhaltigen Entwicklung hat die Grüne Wirtschaft auf die internationale Agenda gesetzt. Die Konferenz, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattgefunden hat, verabschiedete die Grundlinien einer grünen Wirtschaftspolitik. Diese strebt eine nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut in der Welt an. Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Verringerung der negativen Umweltfolgen, die Erhöhung der Ressourceneffizienz und die Verringerung des Abfalls gehören zu den Instrumenten einer solchen grünen Wirtschaftspolitik. Die UN-Mitgliedsstaaten verzichteten aber auf die Formulierung konkreter Ziele. Die Grundlinien geben zudem den Staaten einen grossen Spielraum für die Umsetzung einer grünen Wirtschaftspolitik. Damit bleibt auf nationaler Ebene viel zu tun, um die Grüne Wirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen

Der Vorgängergipfel in Rio 1992 hatte die Weichen für eine umfassende globale Umweltpolitik gestellt. So wurde an diesem Gipfel im Juni 1992 in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention unterschrieben, welche bis heute die Grundlage der internationalen Klimapolitik bildet. Die jährlichen Klimagipfel bilden Folgekonferenzen dieser Konvention. An diesen Folgekonferenzen werden konkrete Massnahmen beschlossen wie etwa das Kyoto-Protokoll 1997. Derzeit verhandeln die Staaten über ein umfassendes internationales Klimaabkommen.

Rio 1992 hat nicht nur die Grundlage für eine globale Klimapolitik geschaffen, sondern auch diejenige für eine globale Politik zur Erhaltung der Biodiversität. Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, das in Rio unterzeichnet wurde, will nicht nur die Vielfalt schützen, sondern auch ihre nachhaltige und gerechte Nutzung regeln. Die alle zwei Jahre stattfindenden Folgekonferenzen verabschieden ähnlich wie die Klimakonferenzen konkrete Massnahmen zur Umsetzung. So regelt das Nagoya-Protokoll von 2010, das auch von der Schweiz ratifiziert worden ist, den Zugang zu genetischen Ressourcen und zur Verteilung der Vorteile aus ihrer Nutzung.

Der Gipfel in Rio 1992 knüpfte seinerseits an die UN-Konferenz über die Umwelt der Menschen an, die 1972 in Stockholm stattgefunden hatte. Diese erste Konferenz der Vereinten Nationen gilt als Beginn der internationalen Klimapolitik. Sie führe unter anderem zur Gründung des UN-Umweltprogramms (UNEP).

Letzte Änderung 08.07.2015

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Links

Offizielle Schweizer Seite über den UNO-Gipfel Rio+20 (DE/FR/IT/EN)
Überblick über die Bemühungen im Rahmen der UNO für eine nachhaltige Entwicklung (EN)
UN-Grundlinien einer grünen Wirtschaftspolitik: Die Zukunft, die wir wollen (DE)
UN-Klimarahmenkonvention: Newsroom
Covention on Biological Diversity: UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (EN/FR)

https://www.gruenewirtschaft.admin.ch/content/grwi/de/home/Warum_Gruene_Wirtschaft/sich-in-der-welt-engagieren/rio-20--hin-zu-einer-globalen-gruenen-wirtschaft.html