Seinen eigenen Fussabdruck berechnen

Footsteps
© Federico Piras, "tribute to my bike". www.flickr.com (CC BY-NC-ND 2.0).

Jeder hinterlässt seinen eigenen Fussabdruck. Ob bei der Wahl der Wohnung oder des Autos, ob beim Ferienziel oder beim Menüplan für das nächste Wochenende – jede Entscheidung hat auch Folgen für den Ressourcenverbrauch. Oft kann der Fussabdruck mit einfachen Mitteln reduziert werden – wenn man ihn kennt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Fussabdruck zu berechnen. Gemeinsam ist allen Indikatoren die Betrachtung des gesamten Lebenswegs von Produkten und Dienstleistungen. Das ist wichtig, weil unser Konsum die Umwelt nicht nur bei der Nutzung selbst belastet, sondern beim Abbau von Rohstoffen, dem Transport, der Produktion oder bei der Entsorgung.

Der bekannteste Indikator für den Ressourcenverbrauch ist der ökologische Fussabdruck. Er bildet eine Art globale Ressourcenbuchhaltung und hat den Vorteil, den Ressourcenverbrauch in einer klar verständlichen Zahl wiederzugeben. Der Fussabdruck misst die Fläche, die benötigt wird, um den Ressourcenbedarf eines Menschen zu decken. Dabei werden sowohl die Flächen berücksichtigt, die direkt für die Produktion etwa der Nahrungsmittel, der Kleidung und der Energie benötigt werden, als auch diejenigen, die für Beseitigung der Folgen des Konsums nötig sind – etwa für die Bindung des freigesetzten CO2. Das Global Footprint Network, welches den Fussabdruck der Länder errechnet, kommt für die Schweiz zum Schluss, dass sie pro Kopf rund drei mal mehr Ressourcen in Anspruch nimmt als zur Verfügung stehen.

Der individuelle Fussabdruck kann sich stark vom Durchschnitt unterscheiden. Deshalb ist es hilfreich, selbst seinen Ressourcenverbrauch in globale Hektaren zu berechnen. Zu den Links mit Fussabdruckrechnern geht es hier:

http://www.wwf.ch/de/aktiv/besser_leben/footprint/

https://private.ecospeed.ch/private/

Umweltbelastungspunkte

Der Bund benutzt ein umfassendes Set von Fussabdruck-Indikatoren, um die Umweltbelastung von Produkten und Dienstleistungen zu bestimmen. Dabei werden die Stoff- und Energieflüsse über den gesamten Lebensweg erfasst und die mit ihnen verbundenen Emissionen und die benötigten Ressourcen bestimmt. Das erlaubt, ein breites Spektrum von Umweltthemen wie etwa Klima, Biodiversität oder auch die Stickstoffproblematik abzubilden. Emissionen und Ressourcenverbrauch werden nach ihren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bewertet. Dabei werden auch politische Zielvorgaben einbezogen. So beschränkt das politische Ziel, den CO2-Ausstoss der Schweiz bis 2050 um 80 Prozent zu senken, die noch vorhandene Kapazität, dieses Treibhausgas auszustossen. Auf diese Weise kann der Ressourcenverbrauch in „Umweltbelastungspunkten“ gemessen werden. Produkte und Dienstleistungen erhalten so einen ökologischen „Preis“. Diese Quantifizierung erlaubt es, verschiedene Formen der Umweltbelastung miteinander zu vergleichen.

Letzte Änderung 17.07.2015

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